Stadtrundgang Station 10

Schliepsteiner Tor

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Schliepsteiner Tor

Blick von der Langen Straße zum Schliepsteiner Tor

Blick von der Langen Straße zum Schliepsteiner Tor

An dieser Stelle (auf Höhe der Langen Straße 63) erinnern in das Pflaster integrierte Granitblöcke an das um 1550 erbaute ehemalige Stadttor .

Eine Sage erzählt, dass sich einst zwei Kinder so heillos im tiefen Tann verlaufen hatten, dass sie wohl nicht mehr herausgefunden hätten, wenn ihnen nicht das Richtung weisende Läuten der kleinen Glocke auf dem Schliepsteiner Tor den Weg zurück in die Stadt gewiesen hätte. Allabendlich um 21 Uhr wurde diese Glocke geläutet, und war den Salzuflern so lieb geworden, dass sie Uhr und Glocke aufbewahrten, als das Stadttor 1825 abgebrochen wurde. Als „mäßiger Ersatz“ wurde ein Fachwerktürmchen an den Straßenrand gesetzt, dass dann 1935 wegen des zunehmenden Straßenverkehrs ebenfalls aus dem Stadtbild verschwand. Die kleine Glocke war bereits 1917, während des 1. Weltkrieges, eingeschmolzen worden.

Der Bereich der Langen Straße zwischen Herforder Tor und Schliepsteiner Tor, hieß früher auch "An der Beke" (= Bach). Die "Beke" war ein Umflutgraben, der den Wasserüberschuss des städtischen Mühlenteiches in der Nähe des Schliepsteiner Tores aufnahm und diesen an der Langen Straße entlang der Salze leitete.

Übrigens: Woher das Schliepsteiner Tor seinen Namen hatte, konnte bisher noch nicht überzeugend geklärt werden. Heute trägt der Platz an der Langen Straße / Ecke Parkstraße den Namen „Am Schliepsteiner Tor“. Der Platz bildet heute gemeinsam mit dem Gradierwerk an der Parkstraße (siehe Station 11) das stilvolle Entree ins Kurviertel.