Station 14

Am Hafermarkt

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Am Hafermarkt

Am Hafermarkt kreuzen sich die Obere Mühlenstraße, die Wenken- und die Ritterstraße. Hier befindet sich der historische Mittelpunkt des Altstadt-Quartiers. Der kleine Platz wurde mit größter Wahrscheinlichkeit ursprünglich zur Abhaltung von Märkten (deshalb Hafermarkt) genutzt.

Haus Backs

Haus Backs

Von den prächtigen Bauten, die den Platz säumen, fällt besonders das „Haus Backs“ (Obere Mühlenstraße 1) ins Auge. Es zählt zu den herausragenden Beispielen der Baukunst aus der Zeit der Weserrenaissance.

Nach einer im Jahre 1987 zum Abschluss gebrachten Restaurierung und teilweisen Rekonstruktion präsentiert es sich so stilvoll und einladend wie einst im 30-jährigen Krieg: 1632 hatten Hermann von Exter und Ilse van Senden das um 1581 erbaute Gebäude erworben und es um ein Speichergeschoss aufgestockt. Die prächtige Fassade lässt auch heute noch den Reichtum seiner Besitzer erahnen.

Haus Koch

Haus Koch

Während des Dreißigjährigen Krieges, im Jahre 1631, wurde auch das stattliche Fachwerk-Giebelhaus („Haus Koch“) an der Ecke Wenkenstraße/Ritterstraße errichtet, dessen rechte Ecke wegen des Straßenverkehrs abgeschrägt wurde.

Haus Gießenbier

Haus Gießenbier

Gegenüber steht eines der ältesten Gebäude Bad Salzuflens: das Haus Wenkenstraße 10a. Der dreigeschossige, traufenständige Ziegelsteinbau wurde 1520 errichtet. Darauf lässt jedenfalls eine lateinische Inschrift über einem Fenstersturz (zu sehen von der Ritterstraße aus) schließen.
Der (leider kaum mehr lesbare) Text lautet: D. Anthonius Gießenbier fieri me fecit 1520“ (Herr Antonius Gießenbier hat mich 1520 errichten lassen). Gießenbier war einst Pfarrer der (katholischen) Kiliansgemeinde in Schötmar, zu der, zum Kummer der selbstbewussten Bürger, bis 1531 auch die Stadt Salzuflen gehörte. Er zelebrierte aber auch gelegentlich Messen in der Filialkapelle auf dem Hallenbrink.

Auch ein Blick hinter das Haus Gießenbier und die sich anschließende Häuserzeile lohnt. Diese malerische Gasse (ohne offizielle Straßenbezeichnung) diente wegen der Enge der Wenkenstraße einst als „Treibgang“ beziehnungsweise. „Trift“ für das Vieh der in der Stadt wohnenden Bauern.