Bad Salzufler Heilquellen

Bad Salzuflen verfügt über einen außergewöhnlichen Reichtum an Thermal-, Sole- und Mineralquellen und verbindet die natürliche Heilkraft dieser Quellen mit langjähriger medizinischer Erfahrung und Kompetenz.
Die Salzufler Thermalsole speist sich aus den konzentrierten Überresten von Meeresarmen, die hier vor mehr als 200 Millionen Jahren ins Land reichten. Aus einer Tiefe von 10 bis über 1.000 Metern schießen die Solequellen aus der Erde und variieren in Salzgehalt, Temperatur und Kohlensäuregehalt.
Weitere Informationen zur Bad Salzufler Sole finden Sie hier.
Trinkquellen
Aus drei Brunnen wird das Wasser für die Trinkanwendungen gewonnen: Dem Sophien-, Loose- und Inselbrunnen. Mit der Trinkkur lassen sich zahlreiche Beschwerden lindern. Der Ausschank der Sole in der Wandelhalle im Kurpark ist ein traditionsreiches Ritual, das Sie genießen werden.
Sophienbrunnen
Der Sophienbrunnen wurde 1925 in der Nähe der alten Trinkhalle im Kurpark in 18 Metern Tiefe erschlossen und ab 1927 "gern getrunken". Leider floss im Laufe der Zeit immer wieder Süßwasser zu, so dass er unterschiedlich mineralisiert war. Aus diesem Grunde wurde 1953 nahe dem Leopoldsprudel der heutige Sophienbrunnen erschlossen. Sein Mineralgehalt liegt bei 1,1 Prozent. Durch eine Leitung wird er direkt in den Brunnenausschank der Wandelhalle geleitet. Er ist der mineralhaltigste der drei Salzufler Trinkbrunnen. (Wasseranalyse als PDF)
Anwendungsgebiete:
- Ernährungsbedingter Calciummangel
- Zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose
- Zur unterstützenden Behandlung allergischer Erkrankungen
Loosebrunnen
Der älteste Brunnen hat den weitesten Weg zur Wandelhalle: Der Loosebrunnen. Seine Geschichte beginnt vor dem Jahr 1600. Aber erst 300 Jahre später, als ein Steinsalzlager für die Saline gesucht und für das Bad ein Trinkbrunnen gebraucht wurde, kamen die Erinnerungen an die Loose zurück. 1889 wurde eine Bohrung angesetzt, die 1891 in 400 Meter nTiefe eine schwach mineralisierte Quelle zutage brachte, die für Trinkkuren gut geeignet war. Von dem halbprozentigen Brunnen, dessen Hauptzufluss schon aus 140 Metern Tiefe aus dem Muschelkalk kommt, werden nur wenige Kubikmeter pro Jahr benötigt. (Wasseranalyse als PDF)
Anwendungsgebiete:
- Funktionsstörungen und Krampfzustände der ableitenden Gallenwege
- Zur Anregung der Bauchspeicheldrüsentätigkeit und des Gallenflusses
- Störungen der Darmfunktion ohne nachweisbare organische Ursachen, insbesondere verschiedene Formen der Verstopfung und Reizzustände der Darmschleimhaut
- Funktionelle Störungen der Oberbauchorgane
- Zur unterstützenden Behandlung der Fettsucht
- Zur unterstützenden Behandlung von Nieren- und Blaseninfektionen
- Ernährungsbedingte Calciummangelzustände, zur unterstützenden Behandlung der Osteoporose (Verminderung der Knochengewebsmasse)
- Zur unterstützenden Behandlung allergischer Erkrankungen
- Chronische Nieren- und Blaseninfekte, auch zur unterstützenden Behandlung bei gleichzeitiger Antibiotikaeinnahme
- Als vorbeugende Maßnahme bei Neigung zur Harnsteinbildung, ebenso nach Harnweg-OP und nach Steinzertrümmerung
Inselbrunnen
Eine Kombination von natürlichem Auslauf und Pumpe gibt es beim dritten und "vornehmsten" Bad Salzufler Trinkbrunnen, dem Inselbrunnen. Er wurde auf der Insel im großen Kurparksee entdeckt. Der Inselbrunnen ist eine schwach sulfatische Bitterquelle mit einem Mineralgehalt von 0,3 Prozent. Die aus 52,4 Metern Tiefe aus dem Schilfsandstein austretende Bitterquelle erhält den nötigen Nachdruck durch ein Pumpenwerk. (Wasseranalyse als PDF)
Anwendungsgebiete:
- Funktionsstörungen und Krampfzustände der Gallenwege
- Nachbehandlung von Gallenblasen-OP
- Zur Anregung der Bauchspeicheldrüsentätigkeit und des Gallenflusses
- Störung der Darmfunktion, insbesondere verschiedenen Formen der Verstopfung und Reizzustände der Darmschleimhaut
- Funktionelle Störungen der Oberbauchorgane
- Zur unterstützenden Behandlung der Fettsucht
- Als vorbeugende Maßnahme bei Neigung zu Harnsteinbildung
- Zur unterstützenden Behandlung von Nieren- und Blaseninfektionen
- Ernährungsbedingte Calciummangelzustände, zur Behandlung von Osteoporose
- Zur unterstützenden Behandlung allergischer Erkrankungen
Gradierquellen
Für die Gradierung und damit zur Freiluft-Inhalation an den Gradierwerken werden drei weitere Quellen genutzt: Der Neubrunnen, die Paulinen- und die Sophienquelle.
Neubrunnen
Ein "Außenseiter" unter den neun Bad Salzufler Heilquellen ist der Neubrunnen. Er befindet sich westlich des Salzetales an der Ecke Goethestraße/Obernbergstraße, während die anderen acht Quellen allesamt im Salzetal liegen. Der Neubrunnen ist 1913 in 54 Metern Tiefe erschlossen worden und brachte damals eine einprozentige Sole ans Licht, die sogar in Flaschen versandt wurde. Anfang der 40er Jahre stieg der Mineralgehalt jedoch bis auf 2,8 Prozent, so dass Ende des Zweiten Weltkrieges der Brunnenversand und 1955 auch der örtliche Ausschank eingestellt wurde. (Wasseranalyse als PDF)
Paulinenquelle
Bad Salzuflens älteste Quelle ist die Paulinenquelle auf dem Salzhof im Stadtzentrum. Als "Geburtsdatum" wird das Jahr 1802 ausgewiesen. Das Heilbad Salzuflen gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, jedoch war die Bohrung zur Sicherung der Sole für die Salzgewinnung sehr wichtig. Das Bohrloch reicht 63 Meter tief in die Erde. Mit einem Mineralgehalt von 7,6 Prozent und 1.540 Milligramm freiem Kohlendioxid pro Kilogramm ist die Paulinenquelle eine Kohlensäure-Sole. Im Jahr 1818 füllte die Sole nicht nur die Siedepfannen, sondern auch die ersten Badewannen der Solbadeanstalt auf dem Salzhof. Benannt ist die Quelle nach der sozial engagierten, äußerst fortschrittlichen Fürstin Pauline zur Lippe (1769 bis 1820) und wird heute als Gradierquelle genutzt . (Wasseranalyse als PDF)
Sophienquelle
"Zwillingstöchter" einer "siamesischen" Solequelle, die 1833/39 erschlossen worden war, sind die Sophienquellen auf der "Bleiche" in der Nähe der Salze. Zwei verschiedene Mineralwässer kamen dort zutage, die zum einen zum Baden und zum anderen zur Kochsalzgewinnung genutzt wurden. Leider musste die Quelle 1960 verschlossen werden. Nur 50 Meter von der alten "Sophie" entfernt entstanden 1960 zwei neue Bohrungen. Die eine versandete und wurde 1984 verschlossen. Die zweite ist 49,6 Meter tief und liefert eine fünfeinhalbprozentige Kohlensäure-Sole. Die zur Unterstützung der Paulinenquelle erbohrte Sophienquelle wurde zwischen 1875 und 1882 nach Fürstin Sophie zur Lippe (1834 bis 1904) benannt. (Wasseranalyse als PDF)
Badequellen
Zum Baden in herrlich warmer, gesunder Thermalsole werden wiederum drei Quellen eingesetzt: Der Leopold-Thermalsprudel, die Therme III und der Gustav-Horstmann-Sprudel.
Leopold-Thermalsprudel
Der Leopold-Thermalsprudel, auch kurz Leopoldsprudel genannt, ist das bekannteste Wahrzeichen Bad Salzuflens, mitten im herrlichen Kurpark gelegen. Taufpate des Leopoldsprudels ist der letzte regierende Fürst Lippes, Leopolds IV. zur Lippe (1871 bis 1949). Ende Oktober 1905 begannen die Bohrarbeiten, die bereits am 2. März 1906 zum erhofften Erfolg führten: Aus einer Tiefe von 534 Metern sprudelte mit 25 Grad Celsius die erste Salzufler kohlensäurehaltige Thermalquelle hervor mit 1.500 bis 2.000 Liter pro Minute. Dieser "Altthermal" hat eine Auslauftemperatur von 21,7 Grad Celsius, 7,1 Prozent Mineralgehalt und 1.298 Milligramm pro Kilogramm Kohlendioxid-Gehalt.
Therme III
Die Therme III zieht die Besucher Bad Salzuflens in ganz besonderer Weise an,: Direkt im Eingangsbereich des Kurgastzentrums gelegen, ist ihr sprudelnder Brunnenaufbau nicht zu übersehen. Die "Gütekarte" der Quelle weist eine Auslauftemperatur von 21,4 Grad Celsius, einen Mineralgehalt von 6,5 Prozent und einen Kohlendioxidgehalt von 2.261 Milligramm pro Kilogramm aus. Die von 1956 bis 1958 erbohrte jüngste Quelle liefert gedrosselt ca. 25 Liter Sole pro Sekunde.
Gustav-Horstmann-Sprudel
Die tiefste und teuerste, die salzhaltigste und wärmste Quelle ist der Gustav-Horstmann-Sprudel. 1919 begannen die Bohrarbeiten, in deren Zuge in 375 Metern Tiefe eine kohlensäurehaltige Solequelle ermittelt wurde. Die Bohrungen stellten sich jedoch als äußerst schwierig heraus, da quarzitische Bänke von hoher mineralischer Härte die Bohrkronen rapide abnutzten und dadurch einen hohen Diamantenverschleiß verursachten. Bei einer Sanierung im Jahre 1967 wurde das Bohrloch mit den härtesten Bohrmeißeln der Welt, eigens aus den USA eingeflogen, "aufgewältigt" - wie Fachleute sagen. 1969 war die Neufassung dann beendet, so dass folgende Hauptdaten des Gustav-Horstmann-Sprudels ausgewiesen sind: Schüttung 90.000 Liter pro Stunde mit einem Mineralgehalt von 10,9 Prozent, einer Auslauftemperatur von 37,5 Grad Celsius und einem Kohlendioxid-Gehalt von 2.867 Milligramm pro Kilogramm. Die Quelle kommt aus einer Tiefe von 1.018 Metern und speist heute die Thermalsolebecken der VitaSol Therme. (Wasseranalyse als PDF)




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