Sole und Kneipp machen Thomas Helmer wieder fit

In seiner Profi-Karriere als Fußballer ist er von größeren Verletzungen verschont geblieben. Ausgerechnet eine Tretboot-Tour hat Thomas Helmer nun im wahrsten Sinne von den Füßen geholt. Diagnose: Muskelbündelriss. Doch das Staatsbad Salzuflen lässt seinen Markenbotschaft in Sachen Therapie nicht allein.

 „Wir haben für Thomas ein umfangreiches Programm zusammengestellt“, verriet Kurdirektor Stefan Krieger und freute sich, den Sport-Moderator zwei Tage lang mit Salz, Sole und allem, was das Bad zu bieten hat, verwöhnen zu können. Wobei, eine reine Erholung sollte es nicht werden, schließlich möchte der 54-Jährige schnell wieder zu alter Form zurückfinden. „Anfangs hat man versucht, mich mit Fango und klassischer Massage in Sicherheit zu wiegen“, gab Thomas Helmer augenzwinkernd und mit Blick auf Susanne Vinke zu.

Die Leiterin der Physiotherapie im Staatsbad hatte zusammen mit ihrem Team ein straffes Paket geschnürt, das sowohl Trainingseinheiten an den Geräten im Gym, im Thermalsole-Bewegungsbad sowie im Kurpark beinhaltete. Hier kam der gebürtige Herforder in den Genuss des Freiluft-Angebots „Aktiv im Park“. „Heute steht Wassertreten auf dem Programm“, begrüßte ihn Anke Prante, medizinische Bademeisterin, Masseurin und Kneipp-Expertin an der Kneipp-Insel am kleinen Kurparksee.

Um kurz nach zehn Uhr am Dienstagmorgen herrschte hier schon reges Treiben. „Kneippen aktiviert den Kreislauf, vitalisiert und fördert die Durchblutung“, nannte Prante nur ein paar der Vorteile, bevor Helmer sich mit hochgekrempelten Hosenbeinen barfuß ins kühle Nass wagte und gemeinsam mit Stefan Krieger beim Storchengang eine gute Figur machte. „Handtücher sind beim Kneippen eigentlich nicht notwendig“, forderte Anke Prante auf, sich nach traditioneller Manier warm zu laufen. In diesem Fall auf dem Barfußpfad.
„Zwölf Wochen durfte ich mein rechtes Bein überhaupt nicht bewegen“, erzählte Thomas Helmer zwischen Sand, Rasen, Steinen und Tannenzapfen. „Das ist jetzt hier meine erste Trainingseinheit nach der Operation und ich merke, dass ich besonders im Kniebereich an Muskulatur verloren habe.“ Diese kleine Schwäche wurde beim Balancieren deutlich, doch ein echter Sportler kämpft und beißt die Zähne zusammen. „Wir möchten ja, dass er an seine Grenzen kommt. Wobei wir natürlich aufpassen, dass die Übungen nicht zu sehr belasten“, machte Susanne Vinke deutlich.

„Die Gymnastik im Wasser ist unglaublich angenehm. Temperaturen von 33 Grad sind Entspannung pur“, gab Helmer zu, Angebote wie das Aquafloating oder die Unterwassermassage zu genießen. Er wisse, dass nach solch einer schlimmen Verletzung auch der Kopf immer eine entscheidende Rolle spiele. „Man ist übervorsichtig und traut sich nicht, das Bein voll zu belasten.“ Ein leichtes Humpeln habe sich unbewusst bei ihm eingeschlichen. „Mentales Training kann bei uns übrigens auch gebucht werden“, nutzte Marketingleiterin Stefanie Gräbner die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass im Staatsbad nicht nur Bewegung im Vordergrund steht, sondern auch Themen wie Leben im Gleichgewicht.

Nach zweitägiger Express-Kur konnte Thomas Helmer sichtlich energiegeladen die Heimfahrt zu seiner Familie nach Hamburg antreten und versprach, ganz bald wieder vorbeizukommen. „Spätestens wenn unser Kneipp-Pavillon eröffnet wird“, terminierte Kurdirektor Stefan Krieger gleich einen Termin für den kommenden Herbst.

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