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Rei­sen für al­le: Tou­ris­mus will Bar­rie­ren ab­bau­en

Mehr Barrierefreiheit in Bad Salzuflen

Bad Salzuflen, September 2019

„Reisen für Alle“: Tourismus will Barrieren in der Region abbauen, Infrastrukturen und Dienstleistungen ausbauen 

Barrieren im Tourismus abbauen, Infrastrukturen, Dienstleistungen und die Reisefreiheit für Menschen mit Handicap oder chronischen Erkrankungen ausbauen – dieses Ziel haben sich Touristiker, Hoteliers, Gastronomen, Einzelhändler und Dienstleister im Kreis Lippe auf ihre Fahnen geheftet. Unter dieser Prämisse hat Teutoburger Wald Tourismus (Ostwestfalen Lippe GmbH) das Projekt „Leistungsketten für barrierefreies Reisen“ gestartet, das Einrichtungen und Leistungsträger in der Region für eine barrierefreie Zertifizierung sensibilisieren soll. Als Vorlage diente das bundesweite Projekt „Reisen für Alle“. Das bundesweit gültige Kennzeichnungssystem, mit dem die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Freizeiteinrichtungen und touristischen Angeboten detailliert beschrieben und geprüft wird, wurde 2011 vom Deutschen Seminar für Tourismus Berlin e.V. und dem Verein Tourismus für Alle Deutschland e.V. initiiert.

„Ich begrüße die Initiativen sehr. Es ist für den Tourismus in der Region von zentraler Bedeutung, die Barrierefreiheit nachhaltig zu verbessern. Menschen mit körperlichen Handicaps oder chronischen Erkrankungen dürfen bei ihren Reisen keine Nachteile haben. Barrierefreiheit ist als Orientierungshilfe für den Gast von großer Bedeutung und eng verwoben mit dem Thema Familienfreundlichkeit: Wo es breite Türen, stufenlose Zugänge gibt oder Rollstühle besser fahren können, kommen Fahrräder, Laufräder oder Eltern mit Kinderwagen ebenfalls besser voran. Im kürzlich zertifizierten neuen Kurpark in Bad Salzuflen kann man das deutlich erkennen“, sagt der Tourismusdirektor von Bad Salzuflen, Stefan Krieger.

Zertifiziert sind in Bad Salzuflen neben dem neuen Kurpark auch Rundwanderwege, das Kurparkhaus sowie darüber hinaus die VitaSol Therme. In Lemgo wurde das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake und das Café Vielfalt positiv bewertet, in Detmold die Tourist Information Lippe & Detmold sowie das Elisabeth Hotel garni barrierefrei anerkannt. Weitere Einrichtungen sollen in naher Zukunft folgen.

Stefan Krieger sieht die Region beim Thema Barrierefreiheit gut positioniert: Bereits jetzt gebe es viele Anbieter, die Potenziale des Marktes erkannt hätten und ihre Gäste mit dem entsprechenden Service und Komfort begeistern, so der Geschäftsführer der Staatsbad Salzuflen GmbH. „Das ist richtig und wichtig, weil das Thema Barrierefreiheit auch aufgrund der demographischen Entwicklung im Tourismus eine zunehmend größere Rolle spielen wird.“

In naher Zukunft wollen Entscheidungsträger der regionalen Tourismus-Branche den Fokus verstärkt auf Kundenorientierung entlang der Servicekette sowie auf Produktentwicklung und Vernetzung von bestehenden Angeboten richten. Stefan Krieger: „Wir müssen betroffene Menschen bei einem Tagesausflug oder Kurzurlaub von der Information über die Buchung bis hin zur Assistenz vor Ort und der Nachbetreuung unterstützen. Vom barrierefreien Angebot hin zur barrierefreien Region – das sollte unser mittelfristiges Ziel sein.“

Information: Daten und Berichte zur Barrierefreiheit finden sich unter anderem auf der Internetseite www.reisen-fuer-alle.de

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