So­phien­quel­le

32105 Bad Salzuflen
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Im Jahr 1833/1839 erschloss man „an der Bleiche“, unweit vom heutigen Kurgastzentrum entfernt, die "Zwillingstöchter" einer "siamesischen" Solequelle. Aus dem Bohrloch kam das Wasser zweier verschiedener Mineralquellen. Die Schachtsole der einen Quelle aus 140 Metern Tiefe mit rund 5 Prozent Salzgehalt wurde für die Badekuren genutzt, während die Bohrlochsole der anderen Quelle aus 216 Metern Tiefe mit ihren sieben Prozent Salzgehalt zur Salzproduktion eingesetzt wurde.

Dank eines wohlüberlegten Leitungssystems konnten die beiden Quellen voneinander getrennt gefördert werden und es kam zu keiner Vermischung.

Seit 1869 wurde die schwächere der beiden Solen auch als Trinkkur, jedoch unter Aufsicht der Apotheker verdünnt und gemischt, verabreicht.

Die zur Unterstützung der Paulinenquelle erbohrte Sophienquelle wurde erst nach 1875 nach Fürstin Sophie zur Lippe (1834-1904) benannt. Die ersten 40 Jahre ihres Betriebes war diese „siamesische“ Quelle namenlos.

Die alte Sophienquelle ist aufgrund des Neubaues der Konzerthalle ca. 1960 aufgegeben und verfüllt worden. In 1961 ist eine heute noch vorhandene Quelle in einer Tiefe von 49 m erschlossen worden (zwischen Kurgastzentrum und Salze).  1962 wurde ein flacher Süßwasserbrunnen bis in 9 m Tiefe erschlossen. Dieser wurde jedoch bereits in 1984 wieder verschlossen, da er verlandet war. Mit der Sole der Sophienquelle wurden u.a. die Gradierwerke mit Sole beschickt.

Derzeit ist die Quelle nicht in der Nutzung.

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Sophienquelle
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